Mit S-Cashback günstiger Strom tanken

Schnell Strom tanken, während man die Sparkasse besucht? Und das auch noch mit 3 Prozent Cashback? Seit Oktober 2022 ist dies Realität – bei der Sparkasse Dortmund. Doch schon bald werden weitere folgen.

Insgesamt sieben handlich-kompakte Wallboxen hat die Sparkasse aus dem Ruhrgebiet direkt neben den Kundenparkplätzen in der Tiefgarage der Filiale Dortmund-Mitte angebracht – alle in leuchtendem Sparkassen-Rot. Allein das ist schon ein besonderer Service für die Kunden. Doch es gibt noch zwei besondere Clous.

Der erste: Gezahlt wird an einem Payment-Terminal, für das man keine spezielle Ladekarte eines E-Mobilitätsanbieters benötigt. Stattdessen funktioniert der Zahlvorgang wie an der Supermarktkasse – mit der girocard, Kreditkarte, giropay, Apple Pay oder Google Pay. Der zweite Clou: Man bekommt, sofern man ein bei einer beliebigen Sparkasse in Deutschland ein Konto mit S-Cashback besitzt, obendrein von der Sparkasse Dortmund 3 Prozent gutgeschrieben.

Mit gutem Beispiel vorangehen

Kevin Friedemann beim Laden eines E-Autos an einem der neuen Ladepunkte.

„Wir haben die Ladesäulen im Oktober 2022 in Betrieb genommen – genau zum Start von S-Cashback bei uns“, erinnert sich Kevin Friedemann, Girofachberater im Payment-Center der Sparkasse Dortmund. Das Loyalitätsprogramm der Sparkassen ist fester Bestandteil des neuen Dortmunder Kontomodells „Das Echte“, das es in vier Varianten gibt. „Wir bieten S-Cashback automatisch allen Kunden an, die dieses neue Konto besitzen“, erläutert Friedemann. Neben allen Neukunden sind dies auch Bestandkunden, die auf „Das Echte“ umsteigen.

Die Aussicht auf die Cashback-Vorteile ist ein starkes Argument für „Das Echte“. „Wir sind aktuell fleißig dabei, so viele regionale Händler wie möglich für S-Cashback zu begeistern, um die Attraktivität für unsere Privatkunden zu erhöhen“, so Friedemann (dazu mehr im Interview unten). „Gleichzeitig wollten wir selbst als Sparkasse ein Zeichen setzen und mit unseren Ladesäulen einen Cashback-Vorteil anbieten.“ 41 Cent pro Kilowattstunde zahlen die Kunden an den Wallboxen. Den Strom liefert der lokale Anbieter DEW21 und der Preis, den die Sparkasse dafür zahlt, wird ohne Aufschlag an die Kunden weitergegeben – abzüglich 3 Prozent Cashback-Vorteil.

Damit die Kunden dies auch wissen, hat die Sparkasse Dortmund an den Wallboxen und dem Bezahlterminal Cashback-Aufkleber angebracht. Zudem macht sie im Mehrwertportal des neuen Kontomodells darauf aufmerksam. Dort ist das Angebot unter den regionalen Vorteilen gelistet.

Vorfahrt für Nachhaltigkeit

Eine Anleitung erläutert, wie einfach das Laden geht.

Neben den sieben Wallboxen an den Kundenparkplätzen hat die Sparkasse Dortmund zudem weitere Ladepunkte exklusiv für die sechs sparkasseneigenen Elektroautos angeschafft. „Auch mit dieser Flotte zeigen wir, wie wichtig uns Nachhaltigkeit ist“, betont Friedemann. „Wenn wir damit bei unseren gewerblichen Kunden vorfahren, zeigen wir Flagge“.

Bei der Sparkassen-Einkaufsgesellschaft (SEG) hört man dies gerne. Der zentrale Einkaufsdienstleister der Sparkassen-Finanzgruppe hatte vor wenigen Jahren die Idee, den Unternehmen der Sparkassen-Finanzgruppe die Installation von Ladesäulen zu erleichtern. Anfang 2020 startete das Komplettangebot, das die Beratung, Planung, Installation und Wartung von Ladestationen umfasst.

Bei der Integration der Bezahlmöglichkeiten girocard, Kreditkarte, Googlepay und Apple Pay kooperiert die SEG mit der Schwestergesellschaft S-Payment. Damit kommt die Sparkasse den Wünschen der Kunden nach, denn laut einer Umfrage bevorzugen 78 Prozent der E-Auto-Besitzer als Zahlungsmittel an der Ladesäule die Bankkarte – ob physisch oder digital. Das passende Motto lautet: „Energie laden ist einfach“.

Das Angebot wird gut angenommen, bestätigt Svenja Rode, Projektmanagerin im Bereich Mobility bei der SEG. „Aktuell sind 395 Ladepunkte im Einsatz, davon verfügen 50 Prozent über eine Sparkassen-Payment-Lösung, sind also öffentlich für Kartenzahlungen zugänglich“, erläutert sie. Die andere Hälfte sind in der Regel Ladepunkte für E-Autos der Sparkassen, dort werden keine Bezahlterminals benötigt. 60 Terminals hat die SEG bisher installiert, die in der Regel mit mehreren Ladepunkten verbunden sind – so wie im Beispiel der Sparkasse Dortmund. „Weitere 900 Ladepunkte sind in der Umsetzung oder der Fachplanung“, ergänzt Svenja Rode.

Komplettservice aus einer Hand

Sechs bis zwölf Monate beträgt die Planungsdauer dieser Projekte, beginnend mit der Produktberatung und Kalkulation, über die Standortanalyse und Förderberatung bis hin zur Projektsteuerung in der Bauphase und der Inbetriebnahme. Zum Leistungspaket der SEG gehört auch ein Komplettservice mit Fernwartung und einer rund um die Uhr erreichbaren Hotline. „Unsere Kunden erhalten alles aus einer Hand“, betont Svenja Rode. Dabei gebe es kein Produkt von der Stange, sondern maßgeschneiderten Lösungen für jeden Anwendungsfall – inklusive des individuellen Brandings im Design des Kunden.

Die Ladestationen selbst stammen dabei von unterschiedlichen Herstellern. Die SEG kooperiert unter anderem mit den Firmen Compleo, Mennekes, Hectronic und Enercharge. Die Kunden können dabei unter einer Vielfalt an Lademöglichkeiten wählen. „Der Klassiker ist die Wallbox für die Tiefgarage, im Außenbereich ist es die Doppelladestation“, so Rode. Der Löwenanteil der SEG-Kunden sind Sparkassen, deren Verbundpartner und andere Unternehmen aus der Sparkassen-Finanzgruppe, doch auch Kommunen und einige Firmen haben schon Ladesäulen bestellt.

395 Ladepunkte sind dank SEG bundesweit schon im Betrieb.

Mehrwert durch S-Cashback

Auch beim Thema Cashback-Integration erwartet die SEG weiteren Aufwind. „Es gibt immer wieder Sparkassen, die anfragen, ob man ein Mehrwertsystem anbinden kann. Für uns ist das eine gute Zusatzleistung“, erklärt Svenja Rode. In diesen Fällen kommt dann die S-Markt & Mehrwert ins Spiel. „Die Integration unseres Mehrwertprogramms ist sehr einfach“, betont Sascha Langer, Abteilungsleiter S-Cashback bei der S-Markt & Mehrwert. „Wir können jedes Ladesäulen-Bezahlterminal für S-Cashback freischalten, sofern die Sparkasse an unserem Programm teilnimmt.“ So bietet seit wenigen Wochen auch die Sparkasse Allgäu als zweite in Deutschland S-Cashback an Ladesäulen an.

Beim Vorreiter, der Sparkasse Dortmund, ist man mit dem Start zufrieden. „In den ersten Monaten hatten wir rund 140 Ladungen“, sagt Kevin Friedemann. „Das klingt zwar nicht sehr hoch, aber das Angebot muss sich auch erst noch herumsprechen.“ Sollten sich die Erwartungen erfüllen, sind weitere Ladestationen nicht ausgeschlossen – Cashback-Vorteil inklusive. 

Kontakt


„Von S-Cashback profitieren alle“

Drei Fragen an Kevin Friedemann, Girofachberater im Payment-Center der Sparkasse Dortmund.

Welche Bedeutung hat S-Cashback für die Sparkasse Dortmund?
Friedemann: S-Cashback hat für unsere Sparkasse eine hohe strategische Bedeutung. Es profitieren alle davon. Die teilnehmenden Händler unter unseren gewerblichen Kunden bekommen damit ein sehr gutes Kundenbindungsinstrument. Und sie erhalten Werbung – über die Vorteilswelten der Sparkasse kann ja bundesweit gesehen werden, welche Händler teilnehmen. Unsere Privatkunden profitieren, weil sie sich ihre Kontoführungsgebühren über Cashback-Vorteile teilweise oder ganz zurückholen können. Und wir als Sparkasse haben den Mehrwert, dass die regionale Zufriedenheit für alle Kundengruppen gesteigert wird.

Wie viele S-Cashback-Partner hat die Sparkasse?
Friedemann: Anfang April waren es 153 Partner an insgesamt 202 POS-Standorten – von Friseuren über Optiker und Bäckereiketten bis zu großen Unternehmen. Wir als Girofachberater im Payment Center der Sparkasse Dortmund haben die Kundenakquise für S-Cashback federführend mit Unterstützung der S-Markt und Mehrwert übernommen. Für uns war es sehr wichtig, dass es zum Start von S-Cashback bereits eine hohe Zahl von Händlern gab, die an dem Bonusprogramm teilnehmen, denn sonst hätte es den Kunden wenig gebracht.

Wie wird sich die Zahl der regionalen Casback-Partner weiter entwickeln?
Friedemann: Die wird steigen, denn unsere Akquise regionaler Partner ist noch lange nicht abgeschlossen. Wir hoffen, dass mit der steigenden Bekanntheit von S-Cashback das Thema eine gewisse Eigendynamik gewinnt und die Händler, die noch nicht dabei sind, auf uns zukommen.

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